Kreislaufwirtschaft – Circular Economy

Kreislaufwirtschaft (Circular Economy) beschreibt ein Wirtschaftssystem, das auf der Wiederherstellung und dem Wiederverwenden von Materialien und Ressourcen basiert. Im Gegensatz zum linearen Modell „nehmen-produktieren-entsorgen“ zielt sie auf geschlossene Stoffkreisläufe ab.

Grundprinzipien der Circular Economy

  1. Design for longevity: Produkte langlebig und reparierbar gestalten
  2. Material recovery: Rückgewinnung von Wertstoffen
  3. Resource efficiency: Minimierung des Ressourcenverbrauchs
  4. Waste as food: Abfall als Rohstoff betrachten

Rechtlicher Rahmen in der EU

Die EU-Kreislaufwirtschafts-Aktionsplan (2020) und die neue Abfallrahmenrichtlinie setzen verbindliche Ziele. Bis 2030 sollen mindestens 50% der Abfallstoffe recycelt werden. Besonders relevant: Das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) von 2023.

Business Models

Neue Geschäftsmodelle ermöglichen Circular Economy:

  • Product-as-a-Service: Nutzungsrechte statt Eigentum
  • Sharing Platforms: Gemeinsame Nutzung von Produkten
  • Remanufacturing: Aufarbeitung gebrauchter Produkte
  • Industrial Symbiosis: Abfall eines Unternehmens wird Rohstoff eines anderen

Ökonomische Vorteile

Studien zeigen: Unternehmen mit Circular Economy Strategie realisieren 3-8% Kosteneinsparungen durch Ressourceneffizienz. Zusätzlich können neue Einnahmequellen erschlossen werden.

Stand: August 2026 | Quelle: ibp.Lexikon

Schlagwörter: