Kreislaufwirtschaft (Circular Economy) beschreibt ein Wirtschaftssystem, das auf der Wiederherstellung und dem Wiederverwenden von Materialien und Ressourcen basiert. Im Gegensatz zum linearen Modell „nehmen-produktieren-entsorgen“ zielt sie auf geschlossene Stoffkreisläufe ab.
Grundprinzipien der Circular Economy
- Design for longevity: Produkte langlebig und reparierbar gestalten
- Material recovery: Rückgewinnung von Wertstoffen
- Resource efficiency: Minimierung des Ressourcenverbrauchs
- Waste as food: Abfall als Rohstoff betrachten
Rechtlicher Rahmen in der EU
Die EU-Kreislaufwirtschafts-Aktionsplan (2020) und die neue Abfallrahmenrichtlinie setzen verbindliche Ziele. Bis 2030 sollen mindestens 50% der Abfallstoffe recycelt werden. Besonders relevant: Das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) von 2023.
Business Models
Neue Geschäftsmodelle ermöglichen Circular Economy:
- Product-as-a-Service: Nutzungsrechte statt Eigentum
- Sharing Platforms: Gemeinsame Nutzung von Produkten
- Remanufacturing: Aufarbeitung gebrauchter Produkte
- Industrial Symbiosis: Abfall eines Unternehmens wird Rohstoff eines anderen
Ökonomische Vorteile
Studien zeigen: Unternehmen mit Circular Economy Strategie realisieren 3-8% Kosteneinsparungen durch Ressourceneffizienz. Zusätzlich können neue Einnahmequellen erschlossen werden.
Stand: August 2026 | Quelle: ibp.Lexikon