Was sind ESG-Kriterien?
ESG steht für Environmental, Social, Governance — drei zentrale Kriterien zur Bewertung der Nachhaltigkeit und ethischen Ausrichtung von Unternehmen. Immer mehr Investoren, Gesetzgeber und Verbraucher nutzen ESG-Ratings, um Unternehmensentscheidungen zu treffen.
Die drei Säulen im Detail
E — Environmental (Umwelt)
- CO₂-Emissionen und Klimastrategie
- Ressourcenverbrauch und Kreislaufwirtschaft
- Wassermanagement und Abfallvermeidung
- Biodiversität und Naturschutz
- Energieeffizienz und erneuerbare Energien
S — Social (Soziales)
- Menschenrechte in der Lieferkette
- Arbeitsbedingungen und Arbeitnehmerschutz
- Diversität und Inklusion
- Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz
- Community-Investments und soziale Verantwortung
G — Governance (Unternehmensführung)
- Transparenz und Berichterstattung
- Korruptionsprävention und Compliance
- Vorstandsstruktur und Unabhängigkeit
- Aktionärsrechte und Unternehmenskontrolle
- Lohnpolitik und Führungsanreize
Rechtliche Anforderungen in der EU
Die CSRD (Corporate Sustainability Reporting Directive) verpflichtet große Unternehmen seit 2024 zur ESG-Berichterstattung. Die Taxonomy-Verordnung definiert, welche Aktivitäten als ökologisch nachhaltig gelten.
Warum ESG wichtig ist
- Risikomanagement: ESG-Risiken beeinflussen langfristige Unternehmenswerte
- Investor-Anforderungen: Immer mehr Fonds verlangen ESG-Reporting
- Regulatorischer Druck: Gesetze wie die CSRD werden verschärft
- Reputation: Verbraucher bevorzugen nachhaltige Unternehmen
Stand: August 2026 | Diese Definition dient der allgemeinen Information und ersetzt keine professionelle Beratung.
